Energiesparmaßnahmen in Fischerbach

Liebe Fischerbacherinnen und Fischerbacher,

der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine hat die ohnehin angespannte Lage auf den Energiemärkten drastisch verschärft. In der Folge kam es immer wieder zu Reduzierungen der Gasimportmenge. Die Bundesregierung rechnet nicht mit einer Verbesserung der Situation. Sie geht vielmehr davon aus, dass weitere Reduzierungen der Liefermengen drohen. Es ist unklar, ob in Zukunft die Importmengen auf das Niveau der Vorjahre erhöht werden können oder ob Einsparpotentiale im Verbrauch und Erhöhungen der Importkapazitäten ausreichen. Neben der Befüllung der Gasspeicher, die aktuell auf einem guten Weg ist und der Senkung des Erdgasverbrauchs in der Stromerzeugung, kommt der Einsparung von Strom und Gas eine besonders große Bedeutung zu. Diese zusätzlich kurzfristig umzusetzenden und befristeten Energieeinsparmaßnahmen zur Stärkung der Vorsorge sind von großer Bedeutung, um den Eintritt einer Notfallsituation in diesem und im nächsten Winter zu vermeiden. Bei der Energieeinsparung handelt es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern. Jede eingesparte Kilowattstunde hilft ein Stück weit aus der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen heraus.

Um diese Energieeinsparung zu erreichen, hat die Bundesregierung die „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen“ erlassen. Sie gilt ab 1. September für sechs Monate. Den vollständigen Inhalt dieser Verordnung finden Sie unten auf der Seite.

Beispielhaft möchte ich auf das Verbot hinweisen, private Schwimm- und Badebecken mit Strom oder Gas zu beheizen, die Festlegung von Höchsttemperaturen in öffentlichen Nichtwohngebäuden und das Verbot, hier Gemeinschaftsflächen zu beheizen. Weiter wird die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern von außen untersagt sowie der Betrieb beleuchteter oder lichtemittierender Werbeanlagen von 22 Uhr bis 16 Uhr des Folgetags. Die Abschaltung der Beleuchtung ist Ihnen sicher schon bei unserer St. Michaelskirche und der Kriegergedächtniskapelle aufgefallen.

Zur mittelfristigen Einsparung von Energie wurde eine weitere Verordnung auf den Weg gebracht, die nach der Zustimmung des Bundesrats am 1. Oktober in Kraft treten soll.

Liebe Fischerbacherinnen und Fischerbacher, bereits die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass das Regieren in Zeiten mit großen Unsicherheiten nicht einfach ist. Im Nachhinein erweisen sich manche Maßnahmen als unzureichend, andere werden in ihrer Wirkung unterschätzt. Dennoch müssen auch jetzt in dieser Energiekrise Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Die Mitwirkung jedes Einzelnen ist wichtig. Denn letztendlich können wir mit unserem Verhalten einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des Strom- und Gasverbrauchs leisten.

Ich bitte Sie daher, Ihre persönlichen Möglichkeiten der Energieeinsparung voll auszuschöpfen und bedanke mich bereits jetzt ganz herzlich für Ihre Mitwirkung.

Ihr

Thomas Schneider
Bürgermeister


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